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Erste Gespräche auf EU-Ebene

Unter dem Titel "Workshop on contaminants in the food chain related to Pyrrolizidine Alkaloids as undesirable substances in animal feed" widmet sich die EU in Brüssel jetzt dem Thema. Bei dem international besetzten Kongress vom 22. bis 23. Februar 2010 wird auch Dr. Helmut Wiedenfeld, akadem. Direktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn teilnehmen und referieren. 

  • Bitte beachten Sie auch seine aktuell eingestellte Zusammenfassung Gesetzliche Regelungen zum Auftreten von PA von der WHO, von Neuseeland, Australien, den USA, Europa, den Niederlanden, Österreich und Deutschland.  Download ca. 130 KB hier...

  • "Grenzwertfestlegung für PA in Nahrungsmitteln", Stellungnahme von Dr. Wiedenfeld hier: http://www.ak-kreuzkraut.de/pa-toleranz.htm 

 

EU setzt Flächenstilllegungsprogramm aus

Seit 2008 dürfen Bracheflächen wieder bewirtschaftet werden. Der Hintergrund sind steigende Nachfragen nach Getreide, derer Preisanstieg sowie schlechte Ernten.

Die EU hatte 1992 für Betriebe über 20 ha Ackerfläche (ca.-Angabe) ein Stilllegungsgebot für 10% der Fläche angeordnet. Diese Verordnung wurde nunmehr für Herbst / Frühjahr 2008 bis auf weiteres aufgehoben. Dieser Entschluss begünstigt natürlich auch den Kampf gegen das Jakobskreuzkraut - ein heimlicher Erfolg!

  • Bewirtschaftete Flächen nehmen dem Jakobskreuzkraut jegliche Grundlage

Details für die EU-Handlung
  • in der gesamten EU fallen ca. 3,8 Mio Hektar unter diese Regelung

  • der hohe Getreidebedarf nach z.B. Mais, Sonnenblumen, Roggen stammt aus der steigenden Nachfrage für Bio-Gas-Anlagen

  • steigende Nachfrage auch nach Raps für Biodiesel

  • demzufolge wurde der Getreideanbau von z.B. Hafer oder Weizen verdrängt, da diese Getreidepreise niedriger waren als die von Abnehmern von Rohstoffen für Bio-Gas-Anlage oder Biodiesel

  • die EU will somit eigentlich den Markt der Getreidepreise beeinflussen (z.B. wieder fallende Hafer- und Braugerstenpreise) und erhofft sich von der zeitweilig aufgehobenen Anbausperre, dass die Getreideernte 2008 um 10 - 17 Mio Tonnen steigt

 

Nebenwirkung

Die Bewirtschaftung bisheriger Bracheflächen bedeutet Pflege (flächiger Bewuchs, Unkräuterbehandlung) und damit Unterdrückung der Vermehrung von Jakobskreuzkraut

 

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