Arbeitskreis Kreuzkraut e.V.

Home Der Verein News Veranstaltungen Links Impressum Kontakt


Nach oben Über die Pflanze Tödliche Dosis Verbreitung EU-News PA und ihre Toxizität Humangefährdung Wirkung Fallbeispiele Bekämpfung Entsorgung Unsere Chancen Behandlung Pflanzen zum Vergleich Schmalbl. Kreuzkraut Häufig gestellte Fragen Info-Material

 

Behandlung

Sofortiges Absetzen des PA-haltigen Futters, Ruhe, viel frisches Wasser, symptomatische Behandlung durch den Tierarzt. Eine homöopathische Behandlung mit Mariendistel u.a. scheint zur Zeit das Mittel der Wahl

Link zur Beschreibung der Pflanze "Mariendistel" (engl. Version): http://www.herbalsafety.utep.edu/herbs-pdfs/milkthistle.pdf 

Erfahrungsbericht:  Über  Symptome zweier Pferde und die homöopathische Behandlung nach Vergiftung durch Jacobskreuzkraut

In diesem aktuellen Fall konnten Reaktionen erzeugt und Besserungen festgestellt werden. Dazu Tierheilpraktiker Bernhard Caspar: "Bis zu welchem Grad der Krankheitsentwicklung ein solches Eingreifen Erfolg haben wird, kann noch nicht eingeschätzt werden. Insofern gehen wir in einem relativ frühen Stadium an die Öffentlichkeit, aber die Problematik nimmt rasant zu und erfordert deshalb ein baldiges Handeln."

Über die  Anwendung der Mariendistel beim Menschen

Mariendistel (Silybum marianum) aus: ”Starke Kräuter für ein starkes Immunsystem” von Gail Ulrich/ Orlanda–Verlag)

Verwendet werden: Samen

Eigenschaften: schützt die Leber, lindernd, milchtreibend, wirkt als Magenbitter

Indikationen: Diese weit verbreitete Distelart enthält einige der stärksten Substanzen, die zum Schutz der Leber bekannt sind. In Europa wird die Mariendistel zur Neutralisation und zum Schutz vor Leberschäden bei Vergiftungen mit dem grünen Knollenblätterpilz intravenös verabreicht. Mariendistel wird hauptsächlich zur Behandlung von Leberkrankheiten verwendet und sogar zur Regeneration geschädigten Lebergewebes.

Sie ist die einzige bekannte Substanz, die bei Hepatitis A und B Wirkung zeigt. Außerdem werden Zirrhose und durch Umweltgifte, Alkohol oder andere Drogen hervorgerufene Leberschäden mit Mariendistel behandelt. Die schützenden Eigenschaften der Mariendistel für die Leber sind durch klinische und experimentelle Untersuchungen belegt.

Mariendistel wirkt oxydationshemmend und verhindert Schäden durch freie Radikale. Es hat sich außerdem gezeigt, dass sie als Antioxidant viel wirksamer ist als Vitamin E. Durch ihre starke aber dennoch sanfte Wirkung als Entgiftungsmittel ist die Mariendistel in Rezepturen zur Bekämpfung von Hautkrankheiten von großem Nutzen.

Sie schützt auch vor den schädlichen Nebenwirkungen von Strahlentherapien und Röntgenstrahlen. Zudem fördert sie die Milchproduktion stillender Mütter. Und als Magenbitter verbessert die Mariendistel die Verdauung und regt die Gallensekretion an.

Früher wurde Mariendistel als Antidepressivum gegen Verzweiflungszustände, Apathie und Vergesslichkeit angewandt. Bei depressiven Menschen wurde häufig auch die Leber behandelt, da sie mit Melancholie in Verbindung gebracht wurde. Die stärkende Wirkung der Mariendistel macht sich nur allmählich bemerkbar, weshalb die Pflanze mindestens 3 Monate lang regelmäßig angewandt werden sollte. Sogar in hohen Dosen ist bisher als einzige Nebenwirkung Durchfall aufgetreten und das auch nur in wenigen Fällen.

Üblicherweise wird Mariendistel in Dosen von ¼ Teelöffel Tinktur 3-6 mal täglich oder 2-3 mal 2 Kapseln eingenommen. Die nussig schmeckenden Samen  können auch geröstet, in der Gewürz- oder Kaffeemühle gemahlen und in Dosen von 2-3 Teelöffeln täglich eingenommen werden, indem man sie auf das Essen streut.

Anmerkung: Die  Behandlung ist rein pflanzlich. Mariendistel wird bereits in der Veterinärmedizin als Zusatz in Medikamenten bei Leberschädigungen beim Pferd angewandt. Zusätzliche Gaben -erhältlich in der Apotheke- sind nach Absprache mit Ihrem behandelnden Tierarzt durchaus sinnvoll.

Der Bundesverband beamteter Tierärzte e.V. (BbT) hat die Seneciose durch Alpenkreuzkraut an 11 Pferden beschrieben / aus "Pferdeheilkunde 6" (1990)

Auszüge: 
  • Die auf Kreuzkrautarten zurückzuführenden Erkrankungen zählen weltweit zu den verlustreichsten pflanzenbedingten Intoxikationen bei Haustieren und beim Menschen. Sie sind u. a. in Norwegen" als "Sirasyke", in den USA als "Walking disease" (Ford; 1973; Giles, 1983), in Südafrika als "Dunziekte" und in Neuseeland als "Winton disase" (Gilruth, 1903) bekannt.

  • Als die am häufigsten auftretenden und in dieser Hinsicht bedeutsamen Arten sind das Jakobskraut (S. jacobea) und das Gemeine Kreuzkraut (S. vulgaris) zu nennen.

  • Von 1920 bis 1960 wurden im deutschen Sprachraum mehrfach und wiederkehrend verlustreiche, enzootisch auftretende Vergiftungsgeschehen beim Pferd als sog. Leberkoller bekannt. Das gehäufte Vorkommen in Hessen und in Böhmen haben der Krankheit die Namen "Schweinsberger Krankheit" (Hupka, 1955; Köhler, 1950) bzw. "Zdárer Pferdeseuche" (Blazek, und Konrad, 1966; Vanek (1958) gegeben.
    Heute (Anm.: der Bericht ist von 1990) ist die durch Senecio-Alkaloide hervorgerufene Leberzirrhose aus Mitteleuropa weitgehend verschwunden. Dies ist einerseits durch die veränderten Haltungsbedingungen des Pferdes mit überwiegender Stallhaltung begründet und wurde andererseits durch Flurbereinigung und Drainage von Wiesen und Weiden erreicht.

  • Für die "Früherkennung der Leberzirrhose sind als diagnostische Methoden die Ermittlung der Gamma-GT-Aktivität, der Blutammoniakgehalt und die Leberbiopsie von großer Bedeutung.

Die gesamte Fassung des BbT mit detaillierten Laborbefunden und Therapiemöglichkeiten finden Sie hier:

http://www.amtstieraerzte.de/artikel_anzeigen.php?artikelid=125


 

Home ] Über die Pflanze ] Tödliche Dosis ] Verbreitung ] EU-News ] PA und ihre Toxizität ] Humangefährdung ] Wirkung ] Fallbeispiele ] Bekämpfung ] Entsorgung ] Unsere Chancen ] [ Behandlung ] Pflanzen zum Vergleich ] Schmalbl. Kreuzkraut ] Häufig gestellte Fragen ] Info-Material ]

 -Diese Website wird regelmäßig aktualisiert! Bitte besuchen Sie uns bald wieder!-

Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten. Stand: 10.03.2010  © 2007-2010 Arbeitskreis Kreuzkraut e.V.